Seenlandmarathon – SUB TWO, BABY!

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Mein zweiter Halbmarathon. Ich hatte mir das realistische Ziel gesetzt, das Ganze in 2:06 Stunden, also einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 6 min / km zu schaffen. Oder auch etwas schneller.

Also fuhr ich am Sonntag mit meinen zwei Strecken-Cheerleaderinnen von Nürnberg nach Pleinfeld am schönen Brombachsee. Das Wetter spielte leider nicht so gut mit, es war kühl und regnete. Zum Laufen nicht so schlimm, aber für die beiden Mädels wäre Sonne doch besser gewesen. Mein Cousine sagte nur beim Einsteigen ins Auto: „Sicher, dass du Laufen willst. Noch können wir wieder zurück und ins Bett!“

Um 11 Uhr fiel der Startschuss und 1000 andere Halbmarathonis machten sich auf in den Regen. Es lief anfangs echt gut, ich hatte nur Angst, zu schnell zu sein und fand irgendwann ein Tempo, bei dem ich dachte: „Das kannst du durchhalten“ – 5:47 min/km.

Die Strecke war teils etwas hügelig, was aber kein Problem war. Bei KM 3 traf ich einen Typen, der das gleiche Tempo lief, und mit dem ich schlussendlich das komplette Rennen verbrachte. Erst dachte ich, ich bin so ein bisschen sein Pacemaker, aber als wir anfingen uns ab und an zu unterhalten stellte sich heraus, dass es wohl eher umgekehrt ist… Es macht aber eh wirklich mehr Spaß, zusammen zu laufen.

Ab KM 8 konnten wir dann immer mehr Läufer einholen, die wohl zu schnell gestartet sind. Gut für die Motivation.

Ab KM 16 haben dann meine Oberschenkel angefangen, weh zu tun und sie waren echt kalt. Außerdem merkte ich, dass ich wohl irgendwo mal GPS Signal verloren hatte, weil meine Uhr 300 Meter zurück war. Erst dachte ich, die Strecke wäre falsch vermessen, aber beim Uhrenvergleich kam raus, dass meine Aufzeichnung nicht stimmte. Entsprechend fand ich auch heraus, dass wir schneller liefen, als gedacht – also ca. 5:40 min/km. Und mit diesem Tempo würde ich das Rennen in weniger als 2 Stunden beenden! Wow, ich hätte nie damit gerechnet, dass das überhaupt eine Option für mich wäre!!

Naja, die letzten 4 KM musste ich echt beißen, um die Geschwindigkeit halten zu können. Der Typ mit dem ich rannte hat mich dann aber unterhalten und mich dadurch „mitgezogen“. Da war dann wohl er der Pacemaker, zumal er für dieses Tempo nicht mal trainieren musste – ich hab aber sehr wohl trainiert.

dsc_1768

Irgendwann hatte ich mich dann endlich durchgekämpft – es gab noch einen letzten Hügel – und wir erreichten den Zielbereich. Da standen ganz viele Menschen und haben gejubelt. Auch meine beiden Mädels, sogar mit einem Schild, aber ich hab sie nicht gesehen! Ich habe nochmal das Tempo auf die letzten Meter angezogen und bin einfach durchgerannt…. Uuund, hab’s tatsächlich geschafft. UNTER ZWEI STUNDEN! SUB TWO! (01:59:23)!!

Ein großes Kompliment geht an die Organisatoren. Es gab viele Verpflegungsstellen und die Stimmung war trotz Regen perfekt. Alle an der Strecke feuerten uns an (bzw. fränkelten uns an 🙂 ) und es gab viele Bands und Combos auf dem Weg! Echt cooles Laufevent!!

dsc_1758-kopie

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My second halfmarathon race. The realistic goal was to finish with an average 6:00 min/km pace or a little faster.

So on Sunday me and my two supporters headed to the lovely Brombachsee (in Bavaria) where the race would start at 11 AM. Unfortunately for them it was quite nippy and drizzely. My cousin said: “Well, you still have the chance to drop it and we can go home and back to bed”…

At 11 sharp me and 1000 other halfmarathon racers started to run into the rain. It went really well, I was scared to start out too fast, so I found my comfy pace of around 5:47 min / km.

The course was a little hilly at first, but that was no problem. At km 3 I met some guy who I ended up finishing the whole race with. At first I thought he uses me as a pacemaker, but anyway, it was really nice to not run alone and every now and then have a little chat.

At km 8 we started to overtake lots of people, still going the same pace, still feeling great.

At km 16 it started to get a little harder, my legs and thighs were cold and began to hurt and cramp. Also I realized that my watch was 300 meters behind. I thought the course wasn’t measured right but it turned out I must have lost signal at some point, because that dude told me we are actually going 5:40 min / km and we would finish in sub 2… Wow, s.u.b.  t.w.o.!! I would have never imagined I can manage that.

Even though I had to fight the last 4 km (there was another hill) I made my way through it and kept up the pace, thanks to that dude who ran with me and always entertained me. I realized that I wasn’t his pacemaker but in the end he would become mine. He ran the whole race without even training for it and years ago his PR was like 1:20hrs… Well, I did have to train..

Soon those hard 4 km were over and we approached the finish line, where there were lots of people waiting. I picked up the pace and stormed through it and I really did it. I finished in less than 2 hours (1:59:23)! I was so happy, I just ran and didn’t even see my friends who called my name and even held up a sign.. 🙂

All in all the entire event was pretty awesome. They had bands playing all around the course and nice, supporting people – and of course the spectacular views around the lake.

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